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Kurt Thünemann bei einem Seminar, vor ihm ein vollbesetzter Saal

win2win gGmbH · Oldenburg

Vom Kennen zum Können.

Kinderschutz, Arbeitsschutz, Deeskalation und Gewaltschutzkonzepte — als Ausbildung für einzelne Fachkräfte oder als Training für das ganze Team.

  • Bundesweit

    Inhouse in Ihrer Einrichtung oder online

  • Seit 2006

    Gemeinnützige Gesellschaft für Prävention

  • § 8a SGB VIII

    Qualifizierung zur insoweit erfahrenen Fachkraft

Womit wir arbeiten

Ein Gleichklang von Kinderschutz, Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit

In den meisten Häusern werden Kinderschutz, Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit getrennt behandelt — von verschiedenen Menschen, in verschiedenen Ordnern. In der Realität sind alle Bereiche miteinander verbunden.

Tippen Sie ein Feld an — die Tafel daneben erklärt es.

Bereich 01

Kinderschutz

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Geschützt wird: das Kind

Der Schutz der betreuten Kinder und Jugendlichen. Gesetzliche Grundlage sind SGB VIII und KKG. Dahinter stehen zwei getrennte Zertifikatskurse: die Kinderschutzfachkraft und die insoweit erfahrene Fachkraft nach § 8a, im Sprachgebrauch „Insofa“.

  • Grundlage: § 8a SGB VIII, KKG
  • Zwei getrennte Kurse: Kinderschutzfachkraft und Insofa
  • Format: Online-Zertifikatskurs, für alle Bundesländer geeignet

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Bereich 02

Arbeitsschutz

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Geschützt wird: die Mitarbeiterin

Der Schutz der Mitarbeitenden auf der kommunikativen Ebene. Vortrag und interaktiver Workshop in großer Runde. Eskalierte Krisen lassen sich kommunikativ auch ohne Anwendung körperlicher Gewalt lösen; Krisenkommunikation, Achtsamkeit, Wertschätzung und strenge Grenzsetzungen sind der Schlüssel zur Steuerung solcher Prozesse. Geübt wird das in der ersten Stufe von Go straight.

  • Ebene: Sprache und Haltung
  • Gruppe: 10 bis 50 Personen, Vortrag und interaktiver Workshop
  • Übungsstufe: Go straight I

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Bereich 03

Arbeitssicherheit

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Geschützt wird: der Körper der Mitarbeitenden

Der Schutz der Mitarbeitenden auf der körperlichen Ebene. Kleine Gruppen von 12 bis 15 Personen, Trainingskleidung, praktisches Üben. In erster Linie sind Methoden zur Prävention und Deeskalation anzuwenden; sind jedoch alle Möglichkeiten der Deeskalation ausgeschöpft, kann es notwendig sein, beherzt einzugreifen — auf dem Flipchart der Pfeil vom Arbeitsschutz hierher.

  • Ebene: Abwehr, Lösen, Festhalten
  • Gruppe: 12 bis 15 Personen, Trainingskleidung
  • Übungsstufen: Go straight II und III (Go Safe)

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Die Trainingsreihe

Go straight

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Geübt wird: von Stufe I bis Stufe III

Die Reihe liegt quer unter beiden Arbeits-Bereichen. Stufe I ist der kommunikative Teil in großer Runde. Ab Stufe II wird die Gruppe klein und es wird praktisch geübt; Stufe III heißt Go Safe. Jede Stufe ist einzeln buchbar, bundesweit und auch als Inhouse-Fortbildung.

  • Stufe I: ein bis zwei Tage, 10 bis 50 Personen
  • Stufe II: ein bis drei Tage, 12 bis 15 Personen
  • Stufe III (Go Safe): zwei Tage, 12 bis 15 Personen

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Die Ergänzung für U3 und U6

Ko-Regulation

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Geschützt wird: das Kind in Krippe und Kita

Go straight ist für Situationen gebaut, in denen Jugendliche oder Erwachsene eskalieren. Ein Kind unter sechs Jahren braucht etwas anderes: keinen Deeskalationsdialog, sondern einen Erwachsenen, der ruhig bleibt und es aus der Überforderung zurückführt — Ko-Regulation statt Technik. Das Angebot richtet sich deshalb eigenständig an den U3-Bereich (Krippe) und an den U6-Bereich (Kita). Der ausführliche Abschnitt dazu steht im Bereich Kinderschutz.

  • Zielgruppe: Teams im U3-Bereich (Krippe) und im U6-Bereich (Kita)
  • Ansatz: Ko-Regulation statt Deeskalationstechnik
  • Gehört fachlich zum Kinderschutz

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Die Klammer

Gewaltschutzkonzept

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Gilt für alle Bereiche zusammen

Kein weiterer Bereich, sondern das Papier, in dem die anderen zusammenkommen: Meldewege, Beschwerdewege, Beteiligung, Aufarbeitung. Jede Einrichtung ist verpflichtet, ein solches Konzept vorzuhalten. Auf dem Flipchart ist es das Feld, das zweimal umkringelt ist.

  • Regelt: Melden, Beschweren, Aufarbeiten
  • Pflicht für jede Einrichtung
  • Wird geprüft, nicht abgeheftet

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Zusammenhang

Dieselbe Situation, zwei Blickrichtungen

Wenn ein Jugendlicher eskaliert, ist das ein Kinderschutzfall und eine Gefährdung der Mitarbeiterin — gleichzeitig, im selben Raum. Es braucht ein Verfahren, das sowohl Mitarbeiter als auch Betreute schützt.

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Zusammenhang

Auch Festhalten ist Kinderschutz

Ziel ist nicht die Beherrschung gewalttätiger Personen, sondern die nachhaltige Verhinderung gewalttätiger Auseinandersetzungen. Wo ein Eingreifen unvermeidbar ist, gilt es den Klienten vor sich selbst zu schützen, Schutz für andere aufzubauen und sich selbst im Rahmen der Verhältnismäßigkeit zu schützen. Deshalb steht die praktische Stufe nicht neben dem Kinderschutz, sondern unter derselben Verantwortung.

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Zusammenhang

Reden, bis Reden nicht mehr reicht

Das ist der Pfeil auf dem Flipchart. Arbeitsschutz ist die kommunikative Stufe in großer Runde. Arbeitssicherheit ist das, was in kleiner Gruppe und in Trainingskleidung geübt wird, wenn eine Situation kippt. In erster Linie sind Methoden zur Prävention und Deeskalation anzuwenden — die zweite Stufe ersetzt die erste nicht, sie schließt an.

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Zusammenhang

Stufe I ist der Arbeitsschutz

Ein bis zwei Tage, 10 bis 50 Personen, Vortrag und interaktiver Workshop. Hier wird gelernt, eine Eskalation früh zu erkennen und sie mit Sprache aufzulösen — bevor jemand die Hände braucht.

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Zusammenhang

Stufe II und III sind die Arbeitssicherheit

Ab Stufe II wird die Gruppe klein: 12 bis 15 Personen, Trainingskleidung, praktisches Üben. Stufe III heißt Go Safe und ist der Teil, in dem Abwehren, Lösen und Festhalten trainiert werden.

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Zusammenhang

Ko-Regulation ist Kinderschutz

Ein Kleinkind in der Überforderung kann sich nicht selbst beruhigen — es braucht einen Erwachsenen, der das übernimmt. Wer Ko-Regulation beherrscht, verhindert die Situationen, aus denen Grenzverletzungen entstehen. Deshalb gehört sie fachlich in den Kinderschutz, für die Krippe genauso wie für die Kita.

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Zusammenhang

Das Konzept schützt die Kinder

Meldewege, Beschwerdemöglichkeiten und Beteiligungsrechte gehören ins Gewaltschutzkonzept. Ohne sie bleibt Kinderschutz eine Haltung ohne Verfahren.

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Zusammenhang

Das Konzept schützt die Mitarbeitenden

Dasselbe Papier regelt, was nach einem Vorfall passiert: wer aufarbeitet, wer entlastet, wer haftet. Das ist der Grund, warum wir Konzept und Schulung nicht trennen.

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Zusammenhang

Was dokumentiert werden muss

Jede körperliche Intervention gehört ins Konzept: wann sie zulässig ist, wer sie meldet und wie sie nachbereitet wird. Alle körperlichen Interventionen, auch milde Mittel, müssen der Notwendigkeit und der Verhältnismäßigkeit entsprechen. Gewaltvorkommnisse werden analysiert und nach fachlichen Standards aufgearbeitet.

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Zusammenhang

Das Konzept verlangt, dass jemand es kann

Mitarbeitende leben Konzepte. Nicht das geschriebene Papier, sondern die Umsetzung an der Basis macht Konzepte aus — daher ist Konzeptarbeit immer auch Mitarbeiterschulung und Entwicklungsprozess. Die Trainingsreihe ist der Teil, mit dem Sie belegen, dass die Mitarbeitenden die beschriebenen Wege im Ernstfall auch gehen.

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Unser Online-Seminar

Kinderschutz als Online-Zertifikatskurs

Zwei Zertifikatskurse, beide vollständig online und für alle Bundesländer geeignet: die Kinderschutzfachkraft als Grundkurs für die Aufgabe im eigenen Haus und die insoweit erfahrene Fachkraft als Aufbaukurs für die Beratung gem. § 8a SGB VIII. Die win2win gGmbH versteht sich als Teil der Verantwortungsgemeinschaft im Kinderschutz.

Beratung & Entwicklung

Nicht jede Lage lässt sich mit einer Fortbildung lösen. Fall- und Fachberatung ist deutlich mehr als Supervision und kollegiale Beratung — bundesweit, in Ihrer Einrichtung.

Kurt Thünemann, Geschäftsführer der win2win gGmbH

Kurt Thünemann

Geschäftsführer · win2win gGmbH

Ihr verantwortlicher Referent bei der win2win gGmbH

Kurt Thünemann hat win2win gegründet und steht bis heute in den meisten Seminaren selbst vorn. Sein Wissen ist theoriebasiert und wissenschaftlich fundiert durch das Studium der Sozialen Arbeit und der Erziehungswissenschaften — und es beruht auf langjähriger Praxiserfahrung: 10 Jahre in der Jugendhilfe, 10 Jahre in der Suchthilfe und seit 25 Jahren als Seminarleiter. Worum es uns geht, erzählt er in zwei Minuten selbst.

Wir sagen was wir tun, und tun was wir sagen.